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Aktuelles


Informationen zum Training

Golggelbe und braune Blätter, Nebel, die frühe Dunkelheit, Lebkuchen im Supermarkt, die zunehmend kälteren Temperaturen und die ersten aufgebauten Weihnachtsmärkte lassen eines deutlich werden: Die Wintersaison hat begonnen! Damit einhergehend gibt es natürlich auch einen neuen Wintertrainingsplan. Diesen findet ihr hier

Die nächsten Termine

  • 19.11.2022 - Ersatztermin Gemeinschaftsarbeit ab 14 Uhr (Anmeldung bei unserem 2. Vorsitzenden Felix)
  • 19.11.2022 - Grünkohlessen (Beginn 18 Uhr; nach Anmeldung)




Aktuellste Berichte:



Coastal EM / Europameisterschaft im Küstenrudern

27.-30.10.2022

Mitte des Jahres hatten Johannes, Guido und Max Peter gefragt, ob er Lust hätte gemeinsam an der Europameisterschaft im Küstenrudern in San Sebastián teilzunehmen. Kurzentschlossen hatte Peter zugesagt und vorgeschlagen, Roland als Steuermann mitzunehmen. Nach einer positiven Erfahrung aus dem Vorjahr bei der ersten Küstenruderregatta in Flensburg hatte sich Roland entschlossen, den Vierer zu steuern. Neben dem technisch anspruchsvollem Rudern bei Wind und Welle ist auch das Steuern bei der Langstrecke im Küstenrudern deutlich facettenreicher als sonst im Rudersport. Dadurch, dass die Boote gemeinsam starten und gleichzeitig einen Kurs um Tonnen ohne individuelle Bahnen fahren, hat das Steuern auch eine taktische Komponente. Damit war die Mannschaftsfindung mit den zwei Allemannen Johannes und Max sowie Guido, Peter und Roland von der Süderelbe abgeschlossen.
Nach mehr oder weniger regelmäßigem Training mit dem Coastal-Vierer der Allemannia auf der Alster, inklusive eines Trainings bei Wind und Welle auf der Norderelbe, haben wir uns in zwei Gruppen auf nach San Sebastián gemacht. Während zwei von uns geflogen sind, haben die anderen drei die An- und Abreise im Zug mit Interrail-Tickets gewagt. Auf der Hinfahrt hat die Verbindung mit einem Aufenthalt in Paris für ein Mittagessen sehr gut funktioniert. In San Sebastián haben wir gemeinsam eine Ferienwohnung bezogen und die zwei Tage vor dem Rennen für Trainingseinheiten in der Bucht von San Sebastián genutzt. Vor Ort haben wir die Gesellschaft der anderen deutschen Teilnehmenden bei gemeinsamen Abenden und Abendessen genossen.
Am Renntag sind wir mit einem fliegenden Start auf der bevorteilen Seite der Startlinie sehr gut ins Rennen gestartet und konnten uns an der ersten Tonne vor dem Mittelfeld platzieren. Im Laufe des sechs Kilometer langen Kurses konnten noch ein paar Boote an uns vorbeiziehen, die zwar nicht so gut gestartet waren, aber etwas schneller waren. Peter konnte uns nach dem Anlanden am Strand beim Sprint zur Ziellinie auf dem Strand den zwölften Platz von 17 Booten sichern.
Direkt nach dem Rennen ging es für Roland ein zweites Mal als Steuermann auf den Kurs. Diesmal für einen Frauenvierer, der im Namen des Vereins Wirfueryannic gestartet ist. Wirfueryannic setzt sich dafür ein, die Stigmatisierung von Depressionen im Leistungssport zu nehmen und mehr Sichtbarkeit für das Thema zu schaffen. Im Boot ruderten Marie, Luisa, Anna und Chiara. Nach einem guten fliegenden Start direkt an der bevorteilten Tonne der Startlinie konnte das Boot den ersten Platz bis zur Mitte des Rennens halten und musste sich nur den Spanierinnen geschlagen geben, die im Küstenrudern eine lange Tradition haben. Damit wurden die Damen gemeinsam mit Roland Vize-Europameisterinnen.
Im Anschluss an die eigenen Langstreckenrennen haben wir noch die Beach-Sprints geschaut und gemeinsam die letzten Tage vor der Abreise aus San Sebastián ausgelassen genossen.
Die Rückfahrt haben Johannes, Peter und Roland ganz im Sinne eines Wahlspruchs der Partei Die PARTEI zur Bundestagswahl 2021 “Das Leben in vollen Zügen genießen” erlebt. Die Deutsche Bahn hatte auch ihr bestes getan uns das Erlebnis so lang wie möglich zu machen.
Wir freuen uns, dass wir die Freundschaft der Vereine RC Allemannia und RC Süderelbe mit der Teilnahme vertiefen konnten.

geschrieben von Roland Gosda


3. Ratzeburg Rowing Challenge

29.10.2022

Torben und ich waren zum dritten Mal bei der Ratzeburg Rowing Challenge dabei. Anders als bei den meisten Regatten darf ausschließlich im Skiff gestartet werden. Der Start erfolgt für alle Teilnehmer gleichzeitig, dabei ist egal ob männlich oder weiblich und von Junior bis Master H sind ebenfalls alle Altersklassen vertreten. Dann beginnt das Orientierungsrudern. Hier gibt es keine feste Bahnzuweisung. Auf dem See verteilt befinden sich Bojen, die je nach Farbe auf steuer- oder backbord gelassen werden müssen. Alle TeilnehmerInnen dürfen ihren Kurs frei wählen. Das ist die zweite große Besonderheit der Ratzeburg Rowing Challenge. Der Kurs ist etwa 8 km lang. Je nach Navigationskünsten und Kurshaltefähigkeit der Ruderer kommen aber schnell weitere Meter hinzu.

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glattes Wasser vor dem Start

Anders als in den vergangenen Jahren waren der Domsee und Ratzeburger See vor dem Start spiegelglatt. Das Wasser wurde ausschließlich durch den Massenstart aufgewühlt. Für Torben und mich ist glattes Wasser quasi eine schlechte Bedingung, denn durch das Training auf der oft welligen Süderelbe sind wir raue Bedingungen gewohnt. Obwohl wir den Start beide eher langsam angehen wollten, konnte wir uns beide bessere Positionen als gedacht sichern. Bei der ersten Boje verursachte ein Begleitboot der Regatta heftige Wellen. Viele Teilnehmer sahen sich zum Aufstoppen und parallel drehen gezwungen, es gab laute Proteste. Torben nutzte die Gelegenheit, um sich wie in manchem Training geübt quer durch die Wellen zu schlagen und Plätze gut zu machen. Auch ich konnte so viele Leute überholen. Da ich in der Startaufstellung eine Außenbahn zugewiesen bekommen hatte, war ich bei der ersten Boje ebenfalls noch in der Außenkurve. Dies erwies sich als günstig, denn die Teilnehmer in der Innenkurve waren sich nicht einig, wie mit den Wellen umzugehen sei, und verursachten so einen Auffahrunfall, in dem sich gut zehn Boote verkeilten. Im weiteren Verlauf des Rennens konnte Torben sich auch auf glattem Wasser weiter nach vorne kämpfen. An den Bojen und besonders der Wende wurden weitere Boote überholt. Hier lohnten sich gute Manövrierfähigkeiten, die bei uns durch das Lübecker Heimatgewässer (viele enge Brücken und Kurven) vorhanden sind. Hinter der engen Wende und damit gut der Hälfte des Rennens war die Führung entschieden. Die ersten zehn Boote reihten sich wie an einer Perlenkette auf. Je ein Boot, dann eine Länge Abstand, dann das nächste Boot. Während ich noch auf dem Weg zur Wendeboje war, konnte ich die Boote auf dem Rückweg abzählen und dank sehr auffälligem T-Shirt zuordnen, dass sich Torben auf Platz 8 des Gesamtfeldes vorgekämpft hatte. Dann musste ich mich auf meine eigene Wende konzentrieren. Auch ich absolvierte die Wende und holte so auf einige Boote auf. Darunter auch zwei Boote mit weiblicher Besetzung. Grob überschlagen müssten das die führenden Frauenboote sein, ggf. hatte ich eine Juniorin übersehen, der Rest war definitiv hinter mir. Damit wurde die zweite Streckenhälfte für mich sehr lang uns hart. Eine der beiden Frauen lies recht schnell abreißen, die andere war bis zum letzten Kilometer gleich schnell. Da ich im MW A/B Rennen keine Gegenmeldung erhalten hatte und mir über die Wertung nicht sicher war, packte mich der Ehrgeiz, die offene Klasse der Frauen zu gewinnen oder sogar den Gesamtsieg bei den Frauen zu holen. Mit letzter Kraft und noch mehr Willen konnte ich mich auf dem verbleibenden Kilometer deutlich absetzen. Torben war währenddessen ohne Veränderung als 8. Boot ins Ziel gekommen und konnte sich damit recht sicher sein, in der Klasse MM A/B gewonnen zu haben.

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Sieger der beiden Masters A/B Wertungen

Bei der Siegerehrung wussten wir mehr. Torben war in einer Zeit von 30:30 ins Ziel gekommen, damit erster in der Kategorie MM A/B und achtes Boot insgesamt. Ich wurde mit einer Zeit von 34:08 als erste in der Kategorie MW A/B (ohne Gegenmeldung) geehrt. Für den Sieg in der offenen Kategorie wurde eine andere Ruderin geehrt, die allerdings 9 s nach mir ins Ziel kam. Der erhoffte Gesamtsieg wurde es leider nicht, denn ich hatte tatsächlich eine Juniorin übersehen, die scheinbar vom Start an deutlich vorne weg gefahren sein musste. Platz 2 bei allen Frauen und Platz 28 unter allen Teilnehmern ist hingegen auch ein sehr gutes Ergebnis. Unsere Mühen wurden mit einer bestickten Käppi und einem handgravierten Glas belohnt.

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Sigerehrung MM-A/B
geschrieben von Sabrina Thiessen




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