Ruder-Club Süderelbe » Berichte » 14_07_19 Elbinselmarathon

Elbinsel-Marathon-Premiere

Das erste Mal sollte der Elbinsel-Marathon, ausgerichtet von Rot-Gelb Hamburg, der Wanderrudergesellschaft „die Wikinger“ und dem Ruderclub Süderelbe am 19. Juli 2014 stattfinden.

Es gab 2 Streckenoptionen: vom RCS bis nach Hoopte (35 km) oder bis nach Geesthacht (61 km) und dann zu den Wikingern an der Norderelbe.

Zum Start für die lange Strecke fanden sich zunächst bei strahlendem Sonnenschein und extrem sommerlichen Temperaturen leider nur 3 Boote ein. Eines davon das mit Karla, Erik, Nils, Birger und Jana  besetzte Allermöhe. Obwohl wir als letztes starteten, überholten wir schon nach wenigen Kilometern die anderen beiden Boote, einen Zweier von Rot-Gelb und einen Vierer von den Wikingern.

Mit nur 2 kurzen Trink- und Wechselpausen ruderten wir bis nach Geesthacht, wo wir (wie wir später erfuhren) genau auf der Ziellinie zum Endspurt ansetzten und diesen bis zum Wehr durchzogen. Dort stellten wir fest, dass wir wohl vorbeigefahren sein mussten und fanden nach der Wende schließlich zeitgleich mit dem Vierer von den Wikingern doch noch die Bucht und das Zwischenziel.

Dort angekommen gab es eine längere Pause mit reichlich Verpflegung und eisgekühlten Getränken, die von den Helfern bereitgestellt wurden. Zum Ende der Pause näherte sich dann auch der Vierer von Rot-Gelb, der erst mit einer Stunde Verspätung gestartet war.

Auf dem Rückweg ging es durch die Wasserski-Zone mit riesigen Wellen, in der wir laut Eriks Handy etwa 70 Höhenmeter zurücklegten. Kaum waren die Wellen überwunden, näherten wir uns wieder den Wikingern und überholten.  Als wir kurz vor der Bunthausspitze eine kleine Trink- und Abkühlpause machten, wurden wir wieder von ihnen überholt, konnten aber an der Bunthausspitze wieder an den Wikingern vorbeiziehen und in die Norderelbe fahren. Dort waren wir nun ohne Gegner und beschäftigten uns mit einem kleinen Zwischenspurt gegen ein Motorboot aus dem wir siegreich hervorgingen.

Als sich auf den letzten Metern langsam Erschöpfung breit machte, motivierte unser Steuermann Nils uns noch mit den Worten „Auf zum - Bier!“ bei jedem Schlag und mit einem letzten Spurt erreichten wir als erstes Boot nach 4h 43Min den Steg der Wikinger. Nun konnten wir endlich unser langersehntes Bier genießen und warteten am Steg auf die anderen Boote.

Der Rückweg gestaltete sich für unser Team als eine ziemlich Herausforderung, da wir auf der Strecke schon alles gegeben hatten. Einzig die Kaltgetränke, die wir im Schatten jeder Brücke genossen, konnten uns noch für die letzten 13km motivieren. Im Reiherstieg zogen wir nochmal ordentlich an und fuhren mit letzter Kraft und uns selbst mit „Bier, Nackensteak, Feta“-Rufen bei jedem Zug anfeuernd zum RCS. Der Grill war schon  zum Laufen gebracht worden und es wurde erst mal gemütlich gegessen und alle Sieger wurden geehrt.

Nach dem Essen stellten wir fest, dass Nils, der den größten Teil der Strecke gesteuert hatte, noch nicht baden gegangen ist. Mit vereinten Kräften und einiger Überredungskunst gelang es uns schließlich, ihn in den Diamantgraben zu befördern, auch wenn einer von uns unfreiwillig mit baden ging.

Auch wenn die Veranstaltung dieses Jahr relativ klein ausgefallen ist, hatten wir alle viel Spaß und freuen uns aufs nächste Jahr.

Jana Ihrens