Ruder-Club Süderelbe » Berichte » 14_08_04 Ferienpass

Ferienpass 2014

„Rudern ist anstrengend. Ich will baden!“

Im Frühjahr diesen Jahres fragte ich unsere Trainer beiläufig, wann ich mir denn dieses Jahr in den Sommerferien ein paar Tage frei halten soll, um bei der diesjährigen Ferienpass-Aktion mitzuhelfen. Als Antwort bekam ich meistens sowas wie „Keine Ahnung. Ich kann mich nicht darum kümmern, habe anderes zu tun“. Doch ich ließ nicht locker und fand schließlich heraus, dass irgendwie niemand die nötige Zeit hatte die Aktion zu organisieren. So kam es dann dazu, dass ich selbst die Organisation übernahm. Das bedeutete, dass ich zuerst festlegen musste, was wir überhaupt anbieten wollen. Da mir das Angebot im letzten Jahr, ein dreitägiges Rudercamp, sehr gut gefallen hatte, beschloss ich, dies dieses Jahr ebenfalls anzubieten. Nachdem alle Werbetexte und -plakate veröffentlicht waren, trudelten dann langsam aber sicher auch einige Anmeldungen ein. Insgesamt waren es acht. Dazu kamen dann nochmal sechs Helfer: Niclas, Guido, Michelle, Marcel, Johanna und Jasper.

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Am 4. August um kurz vor zehn ging es dann los. Die erste Mutter hatte unseren Haupteingang nicht gefunden und kam daher durch die Werkstatt. Kurz danach wurden dann auch alle anderen Kids bei uns abgeliefert. Bei der Kennenlernrunde stellten wir fest, dass wir es mit einer einzigen Jungs-Clique zu tun hatten, weshalb sie sich untereinander schon alle kannten. Nach einer ausgiebigen Führung durchs Bootshaus, einer Rallye und dem Einrichten der Nachtlager, gab es dann auch schon leckere Spaghetti. Danach ging es, nach einer kurzen Verdauungspause, zum ersten Mal aufs Wasser. Einige konnten schon ein bisschen rudern, trauten sich daher schon ins Skiff, andere bevorzugten vorerst die Trimmis. Wie üblich gab es auch einige Kandidaten, die sich ein bisschen zu viel zutrauten und -schwupps- plötzlich nicht mehr auf ihren Rollsitzen saßen, sondern schwammen. Doch das war kein Problem, denn wir hatten wunderbares Sommerwetter. Nach einer Weile war die erste Begeisterung der Kinder dann verflogen und sie gesellten sich freiwillig zu den ohnehin schon schwimmenden.

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Nachdem dann alle Boote und Kinder wieder trocken waren, veranstalteten wir noch eine Spaß-Olympiade, bei der die Teilnehmer und Betreuer in gemischten Teams in den unterschiedlichsten Disziplinen gegeneinander antreten mussten. Diese reichten von Tau ziehen bis hin zu dem Versuch, welches Team am längsten Schweigen kann. Am Ende gab es ein Unentschieden, aber jedes Team hatte sehr viel Spaß gehabt. Nach dem Abendessen schauten wir noch einen Film, bevor sich dann alle in ihre Schlafsäcke einkuschelten.

Am nächsten Morgen klingelte um 8:30 Uhr der Wecker. Nach dem Frühstück ging es wieder aufs Wasser. Diesmal durften die Fortgeschrittenen mit auf die Elbe fahren, wobei sie feststellen mussten, dass Rudern auch durchaus sehr anstrengend sein kann. Nach dem Mittag begann es jedoch zu regnen, weshalb wir unser eigentlich geplantes Geländespiel über den Haufen werfen mussten. Stattdessen machten wir nun noch eine zweite kleine Rallye innerhalb des Bootshauses (Es gibt ja so viel bei uns zu entdecken!) und wieder einige Gruppenspiele in der Halle. Gegen 15:30 Uhr hatte es dann aufgehört zu regnen, sodass wir nochmal aufs Wasser konnten. Aufgrund der Erfahrung vom Vormittag wollten diesmal alle wieder im Hafenbecken bleiben (und ganz aus Versehen kentern). Am Abend grillten wir, und machten später, als es dunkel war, ein schönes Lagerfeuer.

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Am dritten Tag lernten unsere Teilnehmer dann noch Judiths WM-Vierer kennen, der ihnen ziemlich imponierte, sodass die ersten Autogramm-Anfragen aufkamen. Am Vormittag ging es dann zum letzten Mal für dieses Jahr aufs Wasser, bevor nach dem Mittagessen aufgeräumt wurde und die Kids wieder abgeholt wurden.

Ursprünglich hatten wir geplant an einem vierten Tag noch mit einigen Teilnehmern zur Junioren-WM nach Allermöhe zu fahren, allerdings stieß dieses Angebot nicht auf großes Interesse.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass die ganze Organisation einer solchen Veranstaltung schon ziemlich anstrengend ist, aber das gut zu schaffen ist, wenn man ein Team mit vielen helfenden Händen hinter sich hat. Daher auch nochmal vielen Dank an Niclas für die allgemeine Unterstützung und der Organisation von allem, was mit Technik zutun hat, Guido und Marcel für eure gelassene Zuverlässigkeit, Michelle für die gute Laune, Johanna für die Unterstützung beim Kochen, und Jasper für sämtliche Klugscheißerein rund ums Rudern. Ohne euch wäre das nie so eine lustige Aktion geworden. Ich würde mich freuen, wenn wir das nächstes Jahr wieder schaffen!

Lea Potrafke